4. Jagdmöglichkeiten in kritischen Bereichen
4.1 Sicherheit / Lärmbelästigung
Durch die geringere Reichweite des Bogens ist die Gefahr durch das Fehlen eines geeigneten "Kugelfanges" sehr gering oder gar nicht gegeben. Eine Belästigung durch den Büchsenknall ist ausgeschlossen, was in Siedlungsnähe manchmal ein Vorteil sein kann. Besonders Reiter sind nicht sehr angetan, wenn in ihrer unmittelbaren Nähe ein Schuss fällt. Das gleiche gilt natürlich auch für Spaziergänger, Pilzesammler und andere Freizeitaktivisten.
4.2 Urbane Bereiche
In einigen Bundesstaaten der USA wird in letzter Zeit in urbanen Bereichen wie z.B. Randsiedlungsgebiete, Parks, Friedhöfe etc. aus Sicherheitsgründen nur noch der Bogen als Jagdwaffe zugelassen. Einem Fernsehbericht zufolge fand auch in Deutschland die wohl erste offizielle Bogenjagd der Neuzeit statt. In der Nähe von Karlsruhe vermehrten sich versehentlich freigelassene Ochsenfrösche derartig, dass sie zu einer ernsthaften Bedrohung für Kleintiere und Fische wurden. Auf Basis einer Sondergenehmigung und unter behördlicher Aufsicht kooperierten Naturschützer und Angler mit eigens engagierten Bogenschützen, um die “Ochsenfroschplage” in den Griff zu bekommen, da andere Jagdmethoden aus Sicherheitsgründen nicht in Frage kamen..
Es muss nicht immer die Feuerwaffe mit Schalldämpfer sein, um z.B. eine unerwünschte Aufmerksamkeit bei der Bekämpfung von Schädlingen zu vermeiden. Hinsichtlich der Sicherheit überbietet der Bogen jedenfalls jede Feuerwaffe.






