Erstes Treffen mit dem Präsidium des Deutschen Jagdschutz Verbands
Der erste Gesprächstermin zwischen den Präsidiumsmitgliedern des Deutschen Jagdschutz Verbands (DJV) und des Deutschen Bogenjagd Verbands (DBJV) diente zur Abklärung von Fakten und Standpunkten hinsichtlich des Einsatzes von Pfeil und Bogen zur Jagdausübung in Deutschland sowie einer Beurteilung der Frage, die Bogenjagd als zulässige Jagdmethode in das Bundesjagdgesetz zu integrieren. Begleitet von weiteren Vorstandsmitgliedern trafen sich hierzu DJV-Präsident Jochen Borchert (MdB) und DBJV-Präsident Ludwig Himmelstoß am 18.Oktober 2007 in der Hauptgeschäftsstelle des DJV in Bonn. In freundlicher Atmosphäre wurden Pro- und Contra-Argumente hinsichtlich einer Jagdausübung mit Pfeil und Bogen dargelegt, diskutiert und bewertet.
Seitens des DBJVs wurde es positiv aufgenommen, dass die jagdliche Gebrauchstüchtigkeit von Pfeil und Bogen vom DJV-Präsidium nicht bestritten wurde. Auch dem häufig vorgebrachten Einwand, dass die Bogenjagd die Wilderei erleichtern würde, mochte sich der DJV nicht anschließen. Dies bestätigte die Auffassung von Ministerialdirigent Dr. R. Lammel im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bei ersten Gesprächen im Februar 2007, da auch von dieser Seite die Jagdausübung mit Pfeil und Bogen weder aus Gründen des Tierschutzes noch der Waidgerechtigkeit angezweifelt wurde.
Einschränkend wurde seitens DJV jedoch bemerkt, dass die Erfüllung eines Abschussplanes mit als Kriterium für die Sinnhaftigkeit und die Notwendigkeit einer Jagdmethode in Deutschland gilt. Aus demselben Grund steht beispielsweise die Beizjagd gegenwärtig auf dem Prüfstand.
DJV-Präsident Jochen Borchert (MdB) sieht vor allem im politischen Widerstand von Tierschutz- und Naturschutzverbänden die Hauptproblematik, die der Legalisierung der Bogenjagd in Deutschland entgegensteht. Ergänzend merkt er an, dass zur Legalisierung der Bogenjagd eine Novellierung des Bundesjagdgesetzes unabdingbar ist.
Übereinstimmend wird die Möglichkeit einer politischen Initiative bei Bundesminister Seehofer im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz seitens des DBJVs in Betracht gezogen, um eine gesetzliche Integration des Jagdbogens als anerkanntes Waidwerkzeug zu erreichen.
Foto mit dem Präsidenten des DJV Hr. Jochen Borchert nach unserem Gespräch in Bonn






