Finnland ist eines der Länder, in dem die Bogenjagd seit 10 000 Jahren ohne Unterbrechung überlebt hat. Wie auch immer, was die Legalisation anbelangt, ist die Jagd mit Pfeil und Bogen noch relativ jung. Das Gesetz regelte vor 1993 die Bogenjagd nicht. Alle Spezies im Großwildbereich, welche ebenso nicht gesetzlich für die ausschließliche Bejagung mittels Feuerwaffen vorgesehen waren, konnten mit Pfeil und Bogen bejagt werden. Seinerzeit gab es nur circa Bestimmungen für die Jagdpfeile und Jagdbogen. So galt ein Mindestzuggewicht von 40 Pfund (180 N) und die Pfeilspitze sollte für den jagdlichen Gebrauch entsprechend „gestaltend“ sein. Gegenwärtige Situation Am ersten April 2001 erhielten die finnischen Jäger die Erlaubnis über den Gebrauch von Pfeil und Bogen zur Bejagung von Rehwild und kanadischem, -wie auch europäischem Biber. Dies war wirklich ein großer Schritt für die Bogenjagd in Finnland. Die neuen Gesetzesregularien änderten sich in der Definition einer Jagdspitze zur Verwendung für Reh und Biber. Es war nun eine minimale Schnittbreite von 22 Millimeter vorgegeben, wie auch die Verwendung einer Leine bei der Biberjagd um das Wildtier entsprechend beizubringen.
Die Zahl der Mitglieder der finnischen Bogenjägervereinigung (FBA) ist über 400, aber die Zahl an Bogenjägern über alles ist mehr als zehnmal so groß, - zwischen 4000 bis 5000. Die Zahl der Mitglieder der FBA nimmt wöchentlich zu. Die gängigen Medien (Presse, TV und Radio) tragen zur allgemeinen Förderung bei. Alle Hauptsender haben auf ihren Kanälen eigene Programme über Bogenjagd. Alle Jagdzeitschriften veröffentlichen Artikel zur Bogenjagd. Ein kommerzielles Magazin (Maastossa) hat eine dauerhafte Rubrik über Bogenjagen (in der letzten Ausgabe waren es 27 Seiten). Im April startete ein weiteres Magazin mit einer ständigen Kolumne.
Zukunftsaussichten Der nächste Schritt ist die Legalisierung größerer Hirscharten (Weißwedelhirsch, Damhirsch und Rentierhirsch). Die finnische Jägervereinigung machte im August 2006 eine Eingabe beim Ministerium zur Legalisierung aller gängigen Hirscharten. Es besteht eine starke Unterstützung seitens der Jagdorganisationen. Die amtlichen Vertreter zeigten ihre Akzeptanz seitens dieser Eingabe. Es sind nun bald (gute) Neuigkeiten zu erwarten.
Die Legalisierung auf die größten Spezies, Elch und Braunbär, nehmen aber noch etwas Zeit für sich aus.
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