Bei Dr. Gustav Klemm „Die Werkzeuge und Waffen – Ihre Entstehung und Ausbildung“, Verlag G. Reuse 1858, findet sich folgende Geschichte in einer Sammlung arabischer Sprichwörter, die sich auf das Bogenschießen beziehen: „Zu dem Sprichwort: Reuevoller als Kosaji gab folgende Geschichte Anlaß. Kosaji hatte Bogen und Pfeil aus dem schönen gelben Holze Neba geschnitzt und in der Nacht Gazellen aufgelauert; fünfmal kamen Rudel derselben vorbei und fünfmal schoß er einen seiner fünf Pfeile ab; jedesmal sah er Funken dem Felsen entsprühen, so daß er in der Meinung, nur Fehlschüsse getan zu haben, als ihm kein Pfeil mehr übrig war, zornig darüber seinen Bogen aus dem Holze Neba zerbrach. Als es Tag wurde, sah er fünf Gazellen tot vor sich liegen und die blutigen Pfeile in einiger Entfernung davon. Sie hatten die Gazellen durchbohrt, aber noch Kraft genug behalten, um an den Felsen zu prallen und demselben Feuer zu entlocken. Aus Reue darüber, seinen schönen Bogen zerbrochen zu haben, biß er sich in den Daumen und schnitt sich denselben ab. Daher das Sprichwort: Reuevoller als Kosaji.“ Soweit das Zitat. Man könnte auch unser Sprichwort Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, sprich: Man muss immer schauen, was hinten rauskommt, daraus ziehen. Vor allem zeigt die Geschichte dem Jäger aber, man sollte nur bei ausreichend Licht schießen, um beobachten zu können, was passiert.
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