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Im Frankonia Katalog Ausgabe 2007/2008 wird die Wirkung von Jagdbögen und Jagdpfeilen wie folgt beschrieben.
Wir zitieren;
Die Jagd mit Pfeil und Bogen ist in Deutschland verboten, obwohl der Schock durch Blutverlust beim Wild sehr schnell zum Verenden beim Wild führt und durchaus vergleichbar ist mit der Wirkung des angetragenen Büchsengeschosses.

Herzschuß bei einem Reh erlegt in Ungarn

Schuss durch die Wirbelsäule eines Schwarzwildes

Tötungswirkung durch eine Jagdspitze

Beim Treffer mit einer Jagdspitze im Bereich des sog. Kammerbereich (Treffer durch die Lunge und das Herz) kommt es durch das Zusammenspiel von einer Durchtrennung beider Lungenflügel und dem dadurch ausgelösten Pneumothorax und der Durchtrennung der Herzkammern und/oder der zu und abführenden Gefäße zu einem raschen Tod des Tieres. Ursache des raschen Todes ist zum einen ein plötzlicher Kollaps der Lungen mit nachfolgender Unfähigkeit den Körper weiterhin mit Sauerstoff zu versorgen zum anderen der akute und heftige Blutverlust ausgelöst durch die Zerschneidung des Herzens oder der großen Blutgefäße.

Zum Vergleich: Das Herz eines 70kg starken Wildes pumpt pro Schlag etwa 200ml Blut. Ab einem Blutverlust von 40% tritt der Tod ein. Bei einer Blutmenge von etwa 5 Litern errechnet sich nach 10 Schlägen der Verlust von 2 Litern (40%) Blut. Wenn man eine Herzfrequenz von etwa 70 Schlägen pro Minute zu Grunde legt kann man sich die äußerst kurze Überlebensdauer verdeutlichen.

Ein weiterer entscheidender Punkt ist die Schmerzreaktion des Körpers. Die Menge an Schmerzrezeptoren korreliert mit der Menge des Gewebes. Das heißt, je mehr Gewebe zerstört wird, umso heftiger wird der Schmerz empfunden. Im Vergleich zum Treffer mit einer Gewehrkugel ist die Zerstörung des umgebenden Gewebes beim Treffer mit einer Jagdspitze sehr gering was eine minimale Schmerzauslösung erwarten lässt. Beim Treffer mit einem scharfen Jagdpfeil entsteht im Vergleich zum Gewehrgeschoß ein relativ kleiner Schnittkanal. Zudem kommt es zu keiner Gewebezerreißung, was wiederum mehr Schmerzen auslösen würde.

Durch die hohe Geschwindigkeit des Pfeils und die meist vollständigen Penetration wird zunächst gar kein Schmerz empfunden. Wir alle kennen das aus eigener Erfahrung. Wenn man sich unbeabsichtigt mit einem sehr scharfen Messer schneidet, ist die Schmerzempfindung zunächst minimal bis nicht vorhanden. Weiterhin bewirkt die Ausschüttung von Endorphinen eine Schmerzunterdrückung bis zum raschen Eintritt des Todes.

Die erwähnte Penetration des Pfeils hat einen weiteren Vorteil. Die Energie des Pfeils wird nicht an das umgebende Gewebe abgegeben. Das bedeutet es entstehen keine Gewebezerreißungen und damit keine Blutergüsse in der Umgebung des Geschoßkanals. Anders bei der Gewehrkugel. Bei ihr wird die gesamte Energie an das Gewebe abgegeben. Wir kennen die oft erheblichen Blutergüsse im Muskelgewebe. Dies löst wiederum erhebliche Schmerzen aus.

Nicht zu verachten ist aber auch die Reaktion des Tieres auf den Knall beim Gewehrschuss. Dieser Knall löst den augenblicklichen Fluchtreflex mit der Ausschüttung einer erheblichen Menge an Adrenalin aus. Das Adrenalin bewirkt eine Kontraktion der Blutgefäße mit Folgender Reduzierung des Blutverlustes und längeren Leistungsfähigkeit der Muskulatur. Beim leisen Bogenschuss wird dieser Fluchtreflex in der Regel nicht oder nur unbedeutend ausgelöst. Etliche getroffene Tiere haben daher keine oder nur sehr geringe Fluchtstrecken. Schlussendlich bedeutet ein Treffer mit einem Jagdpfeil einen schnellen relativ schmerzfreien Tod des Tieres.

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